
Das sind wir Flächensuche Trümmersuche Die Geschichte der Rettungshundearbeit
Unsere Rettungshundestaffel
steht wie alle DRK-Staffeln den Behörden und Hilfsorganisationen und somit der
Allgemeinheit rund um die Uhr zur Verfügung. Ein gut ausgebildeter Rettungshund
kann den Geruch einer vermissten Person noch in großer Entfernung von einigen
hundert Metern aufnehmen. Selbst in unübersichtlichem Gelände oder bei Nacht
können große Flächen in sehr kurzer Zeit abgesucht werden, wenn mehrere
Rettungshundeteams (Hund und Hundeführer/in) gleichzeitig in den Einsatz gehen.
Wir trainieren einmal pro Woche mit unseren Hunden. Die Ausbildungsdauer bis zur
ersten Prüfung beträgt ca.
2-3 Jahre. Diese Prüfung, für welche der/die
Hundeführer/in mind. 18 Jahre alt sein muss, besteht aus drei Teilen: Die
Unterordnung, die Geräteübungen und die eigentliche Suche. Sie muss jährlich
wiederholt werden um die Einsatzfähigkeit des Teams sicher zu stellen. Eine
abgelegte Begleithundeprüfung ist von Vorteil, diese ist Aufgabe des einzelnen,
aber nicht Bedingung. Ein gutes Sozialverhalten des Hundes und Kameradschaft
unter den Hundeführern haben bei uns oberste Priorität.
Zusätzlich zu den drei Prüfungsbestandteilen muss jede/r Hundeführer/in an
Lehrgängen wie, Sanitätskurs A+B, Karten- und Kompasskunde, Thermik, BOS-Funk,
Erste Hilfe am Hund und Kynologie (die Kunde des Hundes) teilnehmen.
Mitmachen kann eigentlich
jeder, der körperlich fit ist. Wir freuen uns immer über interessierte
Hundebesitzer. In einer Rettungshundestaffel gibt es immer etwas zu tun, auch
wenn der/die Hundeführer/in z.B. noch zu jung sind für die Rettungshundeprüfung.
Unverzichtbar sind eine humanitäre Grundeinstellung, viel Geduld und Zeit.
Der Hunde sollte mittelgroß und geländegängig sein, keine Wesensauffälligkeiten
zeigen und ein gutes Verhältnis zu Menschen haben.
Wenn ein Kind nach dem Spielen nicht nach Hause gekommen ist, eine Person aus dem Altersheim vermisst wird, ein Fahrradfahrer nach seiner Tour nicht heimkam, ein Verletzter nach einem Unfall unter Schock vom Auto weggerannt ist, oder psychisch Erkrankte, teilweise suizidgefährdeten Menschen vermisst werden, ist Schnelligkeit gefragt, es kommen Flächenhunde zum Einsatz. Bei den meisten Einsätzen sind große, unübersichtliche Waldgebiete abzusuchen. Deshalb ist die Flächensuche der Grundstock der Rettungshundeausbildung und auch das Hauptaufgabengebiet unserer Rettungshundestaffel. Die Überlegenheit des Hundes zeigt sich besonders bei Dunkelheit denn er wittert mit seiner guten Nase die vermisste Person schon auf große Entfernungen.

Wenn nach Explosionen, Zugunglücken, Erdbeben, Flugzeugabstürzen oder Erdrutschen Personen unter Trümmern verschüttet sind, ist sehr schnelle Hilfe besonders wichtig, deshalb kommen Trümmerhunde zum Einsatz. Wichtig ist bei der Trümmersuche das der Rettungshund punktgenau anzeigt, wo der Geruch der verschütteten Person am stärksten ist, um diese schnellstmöglich zu befreien. Der Rettungshund der die Trümmerprüfung bestanden hat ist darauf trainiert, sich bei der Suche nach Menschen nicht von anderen Gerüchen, Rauch, Lärm oder den Geräten der Rettungsmannschaften ablenken zu lassen. Auch für den Hund verlockende Kinderspielsachen oder herumliegende Speisen sind während der Arbeit tabu.

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